Christine

Seien wir doch mal ehrlich!

Schönen guten Tag,

ich wurde gebeten hier heute eine kleine Geschichte zu erzählen, bevor ich jedoch dazu komme, muss ich noch ganz schnell etwas loswerden. Also so ganz unter uns und weil ich mich eben so derbe aufgeregt habe. Kennen wir nicht alle diese lieben Mitmenschen, die ständig über andere reden müssen. Wie grauenvoll! Manche können sich einfach nicht zurückhalten und müssen stets wie die aktuellsten Klatschblätter daher kommen und Unausgegorenes zum Besten geben.

Da rief mich doch eben meine Freundin Karen auf dem Handy an um mir mitzuteilen, dass ihre Nachbarin ihr erzählt habe, dass deren Arbeitskollege ein Verhältnis mit der Sekretärin des Chefs von der Firma Saubermann & Söhne angefangen habe. Ist das zu fassen? Gerade meine Freundin Karen, die doch mit jedem Mannsbild ganz ungeniert herum flirtet, regt sich darüber auf. Ja, ja … immer schön die dreckige Wäsche der anderen waschen und bloß nicht vor der eigenen Tür kehren. Das glaube ich doch nicht! Und können Sie sich vorstellen, wie mich solche Indiskretionen nerven. Wie kann man denn mit jedem Gerücht gleich losziehen und es, wie dann ja immer schön betont wird, ganz unter uns, dem Nächsten erzählen und die Karen, ich sage Ihnen, die ist da ganz besonders schlimm.

Neulich hat sie mir erzählt, dass der Huber seinen Laden zumachen muss. Na, Sie wissen doch, der Huber, der hat da doch diesen Laden für Nippes aus aller Welt direkt an der Ecke der Langen Straße zur Kirchstraße. Von wegen „Aus aller Welt“, wissen Sie wo der einkauft? Der fährt so einmal im Monat rüber nach Polen und kauft da den Ramsch auf, den nicht einmal mehr die Polen haben wollen, kippt das ganze Zeug hier auf den Markt bei uns und glaubt allen Ernstes, wir sind so blöd, ihm das Zeug auch noch als internationale Spitzenprodukte für die ausgewählte Klientel abzukaufen. Ich hatte da ja einmal Glück und konnte ein ganz besonderes Schnäppchen machen. Wissen sie so ein bezauberndes Windspiel in leuchtenden Regenbogenfarben, das jetzt den Eingangsbereich meiner Wohnung ziert. Keine Ahnung, wie so ein bezauberndes Kleinod den Weg in diesen Ramsch finden konnte. Ich habe eben doch ein gutes Händchen für die vielen kleinen Diamanten auf dem sonst so steinigen Weg.

Wo war ich noch mal stehengeblieben?

Ach ja, der Huber … und stellen Sie sich vor, hatte der doch eine Steuerprüfung. Recht so, dieser Gauner, glaubt mit uns kann er seine teuren Reisen in die Karibik finanzieren. Jetzt warten wahrscheinlich „Schwedische Gardinen“ auf ihn. Genau habe ich das nicht verstanden, aber irgendetwas hat das mit ungerechtfertigten Subventionen zu tun. Na, der war mir nie sympathisch. Finden Sie nicht auch, diese kriminellen Züge konnte man ihm gleich ansehen. Da schüttelt es mich richtig, dieser berechnende Blick … ich wusste irgendwie sofort, dass da etwas nicht stimmen kann. Als er damals bei meiner Gartenparty war, fing er ja auch gleich an mit der Karen rumzumachen. Wissen sie, für einen Moment kann das ja mal ganz amüsant sein, aber den ganzen Abend und dann auch noch vor den Augen seiner Frau … ich bitte sie.

Jetzt hätte ich doch die Karen fast aus dem Blick verloren, dieses Luder, die ist sich auch für keine Intrige zu schade. Ich könnte Ihnen da Sachen erzählen. Hach … nur gut, dass ich aus anderem Schrot und Korn gemacht bin. Man weiß sich ja zu benehmen. Und ich finde immer, nur so kann man auch ein respektables Mitglied der Gemeinschaft sein. Wir sind doch alle voneinander abhängig. Wo kämen wir denn hin, wenn alle solche Klatschmäuler wären. Seien wir doch mal ehrlich. Irgendwann kriegt die Karen das sicher alles zurück, was sie jetzt so austeilt. Dann braucht sie nicht zu kommen und rum zu jammern … nicht bei mir.

Es klopft!

Äääh, hallo Karen … wie schön, komm doch rein. Ach was für eine Freude, wo wir hier doch gerade eine so nette kleine Runde haben. Wäre auch wirklich schade, wenn Du meine kleine Geschichte nicht mitbekommen würdest. Ich weiß doch, Du bist mein liebster Fan und Deine Begeisterung spornt mich immer zu ganz besonderen Gedankenreisen an. Setzt Dich doch, magst Du auch einen Tee?

Zitat

Geh deinen Weg und lass die Leute reden.

Dante Alighieri (1265 - 1321), italienischer Dichter

Detail Teetasse

Was mir gerade in den Sinn kommt

Sinn
Sinnfindung
Macht das Sinn?
Sinnlos
Los
Warum los?
Wohin los?

Denkblockade!
Wer oder was blockiert mich?
Ich lass mich nicht mehr blockieren.
Blockiere ich mich selbst?

Stehe ich mir selbst im Weg
und mein Sein
hat schon
seinen
Sinn
gefunden?

Land-Art

Nie gekannte Menschenseelen begegnen sich an einem mystischen Ort, treffen sich am Feuer, schmieden geheimnisvolle Pläne und schwärmen aus. Hummelflug. Altweibersommertag, erwacht zum Sehen, Spüren, Erforschen, Weben, Formen, Strukturieren und wieder Loslassen.

Das Getriebensein des Alltags zerrt noch; Aufgaben aufgeben für eine kurze Spanne des ausklingenden Sommers. Leer werden, achtsamer werden, lauschen. Stille willkommen heißen; sie aushalten, diese lang ersehnte Freundin, die stets so unendlich geduldig darauf wartet ein klein wenig Zeit geschenkt zu bekommen.

Der Plan… erst einmal ausströmen: Jede, Jeder für sich; ankommen, atmen, aufnehmen was ist. Eins werden mit diesem kleinen Fleckchen Abenteuerland. Kind werden, neugierig, vertrauensvoll, mutig. Allein. Schritt um Schritt klingt das Aussenjahr langsam ab.

Eine Nacktschnecke beschenkt den weichen Boden mit glitzernder Spur. Nicht innehaltend malt sie Formen als hätte sie diese hundertfach geübt für diesen einen Moment. Birken, hell leuchtend, gezeichnet von dunklen Narben der Zeit, behaupten selbstbewusst ihren Platz. Am Boden, immer noch präsent, ihre Ahnen, bereit den Kreislauf des Lebens zu schließen.

Licht und Schatten feiern ausgelassen die Freude im Tanz der Blätter; nicht rücksichtslos, aber ungestüm. Pilze, Moos, welkendes Laub und die nachtschwarze Erde würzen die Luft dieses jungen Nebelschleiermorgens. Eisenrote feine Adern eines Baches weben sich geheimnisvoll in die dunkle Moorlandschaft; schwer das Nass, ganz wie das Element, dessen Farbe es angenommen hat.

Unwirklich schön lockt sonnengrünes Moos tiefer in den Wald zum Urgrund allen Seins. Märchenhafte Waldlichtungen lassen Kobolde, Elfen und Feen ahnen, ziehen in ihren Bann. Moorgeister, Wesen aus einer anderen Welt, erzählen diese eine Geschichte.

Ein Buntspecht erinnert hämmernd und klopfend an den Rückweg, das Treffen der Menschenseelen am Feuerplatz. Schritt um Schritt die Ernte, die Geschenke der Natur, die Geschichten des Sommers auflesen, sammeln, wertschätzen.

Die Menschenseelen haben sich gefunden, keine Worte, nur Blicke und freundliches, tiefes Verstehen.

Der nächste Schritt: Struktur geben … und wieder trennen sich ihre Wege.

Der kostbare Schatz darf ganz liebevoll eine neue Form annehmen, sich wandeln nach Menschensinn. Im Gestalten verändert sich das Wesen des Gestalters. Vom Außenwesen zur Mitte und wieder in die Weite um neue Horizonte zu entdecken. Erfahrungen kunstvoll zu neuen Bildern verweben. Eine tiefe Verneigung vor der Geschichte diese Ortes, eine Würdigung für den Zauber und die Macht dieses Augenblicks, der alles wandelt.

Ein leichter Wind mischt sich übermütig und vorwitzig in die neu entstandene Struktur, greift ein, will mittun … zurückerobern, was Menschenhände von dem windgedachten Platz entfernt haben.

Jetzt loslassen!
Der schwerste Schritt, du weise Windkraft.

… noch ein Blick zurück, ein Lächeln im Außen wie im Innen und Dankbarkeit. All die Sommerklumpen im Herzen werden das Winterfeuer nähren und ihm eine tiefe Glut geben, Kraft für die Wege einer dunkleren Jahreszeit.

Kugel aus Zweigen geformt auf Sand liegend

Ein großer Tag

... vor nicht all zu langer Zeit, lebten in einem schönen Garten die Menschenkinder Amy und Jonas. Sie lebten noch ganz im Einklang mit Allem. So konnten sie noch mit den Blumen sprechen oder ließen sich von den Baumgeistern lange, verzaubernde Geschichten erzählen. Das plätschernde Wasser sang ihnen Lieder vor und für die Vögel, Tiere und Insekten war es eine Freude, mit Amy und Jonas zu spielen. Das Leben war gut zu den Geschöpfen des Gartens.

Nun geschah es, dass eines Tages eine unbestimmte Unruhe den Frieden in diesem Paradies störte. Zuerst war es nur ein aufgeregtes Rascheln der Blätter in den Bäumen, aber schnell drehten auch schon die Blütenköpfe der Blumen ihre Gesichter nach allen Seiten, um zu erkennen, was sich veränderte.

Die Insekten surrten unaufhörlich mit ihren schillernden Flügeln und ein Wispern zog durch das Schilf. Amy und Jonas horchten auf.

Buntstiftzeichung Insekten

Der Südwind flüsterte ihnen zu: “Schnell, bringt euch in Sicherheit, die frechen Kobolde aus den Wüstenländern wollen euren Garten erobern. Es sind Viele. Wo sie schon waren, hinterlassen sie nur öde Steppe und Traurigkeit.”

Aufgeregt fragte Amy: “Aber können wir denn gar nichts tun, um das zu verhindern?”
Der mutige Jonas wollte sich diesen Raufbolden gleich stellen, doch der Südwind warnte ihn: “Kein lebendes Wesen, kein Tier, keine Pflanze haben je standhalten können gegen diese schrecklichen Gesellen.” Und schon war der Südwind weitergezogen.

Buntstiftzeichnung "Südwind"

Amy und Jonas sahen sich an. Sollten sie ihr Paradies wirklich verlassen? Was würde aus ihren Freunden, den Pflanzen und Tieren werden? Sie beschlossen, den Geist der alten Buche um Rat zu fragen. Er war sehr weise und hatte Verbindungen zu allen Buchen auf der ganzen Welt. Wenn irgendwo auf der Erde eine Buche gefällt wurde, so spürten die Artgenossen im gleichen Moment ihren Schmerz und ihre Traurigkeit.

Voller Vertrauen erzählte Jonas dem Baumgeist ihre Not und bat um Hilfe. Der alte Weise hörte sich die Geschichte an, schloss für einen Moment seine Augen und begann zu sprechen:
“Ja, meine lieben Kinder, ich weiß um die zerstörenden Feldzüge der Kobolde, aber das einzige, was sie aufhalten kann, ist ein ganz besonderer Kristall, er wird von einem eisernen Frosch gehütet und nur ein Kind mit einem besonders strahlenden, reinen Herzen darf um diesen Schatz bitten. Die Elfen wissen, wo dieser Frosch sein Reich hat. Mehr kann ich euch leider auch nicht sagen. Ich wünschte, ich könnte euch helfen. Meine Baumbrüder haben schon alles versucht, um die Kobolde aufzuhalten und mussten dafür mit ihrem Leben bezahlen.” Jonas und Amy bedankten sich bei ihrem weisen Freund.

Elfen, so überlegten sie, lebten zwar auch in ihrem Garten, aber diese kleinen Wesen waren sehr scheu. Oft hörte man nur ihr glockenhelles Lachen, wenn Amy auf der Wiese tanzte. Sehen konnte man sie selten.

Amy dachte, es wäre einen Versuch wert. Die Zeit drängte. Sie bat Jonas, ein schönes Lied zu singen und begann, sich nach der Melodie zu drehen. In ihren Gedanken rief sie dabei die Elfen um Hilfe an. Kaum war das Lied verklungen, sahen die Kinder eine kleine Elfe ganz in ihrer Nähe.

Diesmal war es Amy, die das kleine Mitgeschöpf um Hilfe bat. Noch ein wenig schüchtern hörte sich die kleine Elfe die Sorgen der Kinder an. Als Amy geendet hatte, lächelte die Elfe. Mit schöner, heller Stimme sprach sie: “Der Kristall ist mir wohl bekannt, wir Naturwesen helfen dem Frosch, seinen kostbaren Schatz zu hüten. Es sieht ganz so aus, als wenn der große Tag für diesen Kristall gekommen ist. Wisst, wenn ein Kobold von dem Licht dieses Wundersteins berührt wird, wird der Unhold augenblicklich selbst Licht. Er wird verwandelt und kann niemals wieder Böses tun.”

Amy fragte sich besorgt, ob ihr Herz hell und rein genug wäre, um den Frosch um dieses Geschenk zu bitten. Sie musste es versuchen, denn sonst wären sie verloren.

Der Größe dieser Aufgabe bewusst, folgte Amy der kleinen Elfe durch den Garten, bis zum Reich des Frosches. Jonas blieb den Beiden auf den Fersen. In Gedanken an die große Verantwortung, die Amy trug, hockte sie sich ganz in die Nähe des eisernen Frosches. Wieder erzählte sie ihre Geschichte und bat ihn von ganzem Herzen um den Kristall.

“Ich habe auf dich gewartet Amy”, sagte da der Frosch. “In all der Zeit, habe ich meinen Schatz für dich gehütet. Ich wusste, einmal kommt der Tag, da wirst du ihn brauchen. Durch diesen Kristall, bist du in der Lage, dich, deinen Bruder und alle deine Freunde zu retten. Ja und noch mehr, durch seinen Zauber vertreibt der Kristall die Schatten der Erde für immer. Wir alle, die wir auf diesen Tag gewartet haben, danken dir für deinen Mut.”

Amy zog los, um sich den Kobolden zu stellen. Ihr großer Bruder Jonas begleitete sie natürlich. Er blieb stets als ihr starker Beschützer an ihrer Seite.
Aber das ist schon wieder eine neue Geschichte.

Feivel oder ... endlich Erleuchtung

Erinnert Euch an Feivel den Mauswanderer und seinen mühevollen, steinigen Weg. Ein solch herbes Leben, für eine Hand voll Glück. Ab heute wird Alles anders.

Self Mind Checking heißt die Methode. Jede auch nur halbwegs spirituelle Maus kann an diesen neusten, bahnbrechenden Erkenntnissen, die in der letzten Ausgabe der Esoterik Fachpresse bekannt gemacht wurden, nicht vorbeigehen.

Sinuswellen entsprechen Lichtwellen, den Wellen der Klangschwingung und dem elektromagnetischen Spektrum – lasst euch dieses Wort auf der Zunge zergehen, liebe Freunde, SPECK–TRUM, – In der gesamten Wirklichkeit, die uns umgibt, basiert alles auf Sinuswellen oder Cosinuswellen, wenn ihr so wollt. Es gibt keine Ausnahme, außer vielleicht die Große Leere selbst. Wenn wir Mäuse uns verinnerlichen, dass jeder Gedanke Schwingung und auch jede vermeintliche Bedrohung nur eine Schwingung ist, wird uns schnell klar, dass eine Veränderung dieser Schwingungen nicht nur möglich sondern geradezu wünschenswert ist.

Aus dieser Sicht der Wirklichkeit, können die durch unsere Methode freigesetzten Glückshormone die Lebensdauer ganz enorm erhöhen. Selbst hartgesottene Altkater verzweifeln an dem neu entdeckten Selbstbewusstsein unserer Spezies.

Täter-, Opfer-Gedanken sind ein für alle mal aufgelöst. Nur wenn du noch daran glauben willst, wirst du dir diese Wirklichkeit erschaffen.

„Ich bin Ausdruck göttlicher Vollkommenheit, eingehüllt in einen lichtvollen, blauen Schutzmantel der Großen Obermaus.“ Bedrohung durch Mäusefallen oder Gifte, Schnee von Gestern; jede Gefahr durch hungrige Katzen oder neugierige Kinder nur ein Farce.

Nun gut, du und ich sind nicht gerade Micky Maus mit seinen Millionen auf Schweizer Bankkonten, aber die Fülle alles Guten wird auch uns nicht länger ignorieren können. Das Motto „ Das Leben ist auf meiner Seite“ und „Wunder über Wunder geschehen in meinem Leben“, hat endlich auch bei uns Einzug gehalten.

Self Mind Checking mit neuen geistigen Werkzeugen ist die Revolution am Mäusehimmel. Volle Speisekammern und den Seelenpartner an deiner Seite, statt karge vier Wände und Gefahren durch herumstreunende Katzen. Träum dich zu den Sternen hinauf oder in dein behagliches Heim unter dem Kleiderschrank. Nichts kann dich aufhalten, wenn du das vollkommene Bild aufrechterhältst.

„Ich bin das Leben und die Erfüllung alles Guten in meiner Welt. Wo ich bin, da sind Glück und Liebe zu Hause“.

Jeder kann das für sich erreichen, also, auf ihr Mäuseschwestern und Mäusebrüder, keine Müdigkeit vortäuschen, sondern frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk. Wir loben ab sofort den Tag schon vor dem Abend, denn das macht uns zu spirituellen Überfliegern.

In null – Komma – nix haben wir die fünfte Dimension erreicht, lassen Frieden und Glückseligkeit auf alle anderen herabplätschern und arbeiten daran, uns mit dem Geist der Erleuchtung zu vereinen.

Halleluja ihr Brüder und Schwestern, halleluja

Buntstiftzeichnung Katze