Glücksperlen

Von Zeit zu Zeit gibt es kleine Kostbarkeiten am Wegesrand:

  • ein Gedicht
  • ein inspirierender Text
  • eine kleine Feder ... Fundstücke, die unser Herz, unsere Seele erfreuen.

Sie machen den Moment, den Tag ein klein bisschen heller und freundlicher.

Lichtspiegelungen am Teich

Weg

Wer sich einmal auf den Weg macht - geht,

schaut zurück, vielleicht manchmal mit Sehnsucht,

aber kehrt nie mehr um.

Es gibt einen Weg - den eigenen.

Er kann beschwerlich sein, Angst bereiten,

doch offenbart er sich,

ist er klar, hell und kraftvoll,

wie eine lang vergessen geglaubte Erinnerung an sich selbst:

an die Aufgabe der Seele.

Mit freundlicher Genehmigung von Ina Ruschinski

www.ina-ruschinski.de

Weg durch Heidelandschaft

Innehalten

mitten im Alltag
abschweifen
in die Gegenwart
horchen
auf die Weite des Augenblicks
den Blick loslassen
alle Sinne öffnen

einfach
da sein

Mit freundlicher Genehmigung von Frank Fischer

Frank Fischer

Sonnenblume, Detail

Selbstliebe

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles was geschah richtig ist, von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiss ich das nennt sich Selbstachtung!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiss ich, das nennt man authentisch sein!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war und auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiss ich, das nennt sich Selbstachtung!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiss ich, das nennt man Reife!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Heute mache ich nur was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiss ich, das nennt man Ehrlichkeit!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunter zog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das "gesunden Egoismus", aber heute weiss ich, das ist Selbstliebe!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man einfach SEIN!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert immer weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen, jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich jeden Tag und nenne es Vollkommenheit!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann, als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam mein Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich Herzensweisheit!

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiss ich, das ist das Leben!

Worte von Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Charlie Chaplin war einer von den Menschen, welche die Tore des Himmels öffnen konnten!

Tautropfen auf Blütenkelch

Sommerklumpen

"Ich sauge den Sommer in mich ein wie die Wildbienen den Honig", sagte sie. "Ich sammle mir einen großen Sommerklumpen zusammen und von dem werde ich leben, wenn ... wenn es nicht mehr Sommer ist. Und weißt du, woraus der besteht? Es ist ein einziger großer Kuchen aus Sonnenaufgängen und Blaubeerreisig mit reifen Beeren und Sommersprossen, die du auf den Armen hast, und abendlichem Mondschein über dem Fluss und Sternenhimmel und Wald in der Mittagshitze. Voll von Sonnenlicht auf den Fichten und kleinen Regenschauern und all so was. Und voller Eichhörnchen und Füchse und Hasen und Elche und dazu alle Wildpferde, die wir kennen. Und auch noch unser Schwimmen und Reiten im Wald, ja da hörst du, dass mein großer Kuchen aus allem besteht, was Sommer ist."

aus Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren

Sommerblumen

Träumend

Träumend plant der Geist
seine eigene Wirklichkeit.

Søren Kierkegaard

Blüten im Garten

... ohne uns

Die unaufhörliche Aufregung
und Sorge vieler Menschen
ist eine fast unheilbare
Krankheitsform.

Wir übertreiben
die Wichtigkeit von allem,
was wir tun,
und wie vieles geschieht doch
ohne uns!

Henry David Thoreau

Blüten im Garten

Gemeinsam stark

Ein Einzelner hilft nicht,
sondern wer sich mit Vielen
zur rechten Stunde vereinigt.

Goethe

Schafherde in der Heidelandschaft

Einfach leben

Einfach leben
mich auf den Grund des Lebens einlassen
den Weg in die Tiefe wagen
meine Stärken und Begrenzungen annehmen
authentischer werden

Einfach leben
mich auf den Fluss des Lebens einlassen
der Kraft der Beziehungen trauen
in Wohlwollen und Konfliktfähigkeit
lebendiger werden

Einfach leben
mich auf das Geheimnis des Lebens einlassen
Staunen und Achtsamkeit entfalten
mitten in meinem alltäglichen Tun
solidarischer werden

Mit freundlicher Genehmigung von Pierre Stutz
www.pierrestutz.ch

Glasobjekt

Die Einladung

Es interessiert mich nicht,

wie Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.

 

Ich will wissen,

wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,

davon zu träumen, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

 

Es interessiert mich nicht,

wie alt Du bist.

 

Ich will wissen,

ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,

für die Liebe, für Deine Träume, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

 

Es interessiert mich nicht,

welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.

 

Ich will wissen,

ob Du das Zentrum Deines Kummers berührt hast,

ob es Dich geöffnet hat oder ob Du Dich verraten gefühlt, Dich zurückgezogen

und aus Furcht vor weiterem Schmerz, Dich verschlossen hast.

 

Ich will wissen,

ob Du den Schmerz aussitzen kannst, meinen oder Deinen,

ohne zu versuchen, ihn zu verstecken, abzuschwächen oder zu verfestigen.

 

Ich will wissen,

ob Du mit der Freude sein kannst, meiner oder Deiner,

ob Du ausgelassen tanzen kannst und Dich von Ekstase erfüllen lässt,

von Kopf bis Fuß, ohne uns anzuhalten, vorsichtig zu sein, realistisch zu sein,

und uns an die Grenzen des Menschseins zu erinnern.

 

Es interessiert mich nicht,

ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.

 

Ich will wissen,

ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir treu zu bleiben,

ob Du ertragen kannst, des Betruges angeklagt zu werden und nicht Deine Seele betrügst.

 

Ich will wissen,

ob Du ehrlich sein kannst und somit vertrauenswürdig bist.

 

Ich will wissen,

ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn nicht jeder Tag ein schöner Tag ist

und ob Du Dein Leben aus SEINER Präsenz schöpfst.

 

Ich will wissen,

ob Du mit Fehlschlägen leben kannst, Deinen oder meinen und trotzdem

am Ufer eines Sees stehen und JA schreien kannst zum silbernen Mond.

 

Es interessiert mich nicht,

zu wissen, wo Du lebst und wie viel Geld Du hast.

 

Ich will wissen,

ob Du nach der Nacht voll Schmerz und Verzweiflung, müde und völlig zerschlagen,

aufstehen kannst, um für die Kinder das zu tun, was zu tun ist.

 

Es interessiert mich nicht,

wer Du bist und wie Du hierher kamst.

 

Ich will wissen,

ob Du mit mir im Zentrum des Feuers stehen wirst, ohne zurückzuweichen.

 

Es interessiert mich nicht,

wo oder mit wem oder was Du gelernt hast.

 

Ich will wissen,

was Dich innerlich aufrecht hält, wenn alles abfällt.

 

Ich will wissen,

ob Du mit Dir selbst allein sein kannst

und ob Du in den einsamen Momenten Deine Gesellschaft wirklich schätzt.

 

Oriah Mountain Dreamer, Indian Elder

 

Kirschblüten im Frühjahr

Traum?

Als ich schlief, träumte ich, ich sei ein Schmetterling.

Jetzt, wo ich erwache, weiß ich nicht:

Bin ich ein Mensch, der träumt er sei ein Schmetterling

oder bin ich ein Schmetterling, der träumt, er sein ein Mensch.

Laotse

Schmetterling auf Lavendelblüten

Nicht fertig werden

Die Herzschläge nicht zählen

Delphine tanzen lassen

Länder aufstöbern

aus Worten Welten rufen

horchen was Bach

zu sagen hat

Tolstoi bewundern

sich freuen

trauern

höher leben

tiefer leben

noch und noch

Nicht fertig werden

Rose Ausländer

Märchenkugel aus weißem Ton